FRÜHLING:
Frühling, Sonne. Wärme - endlich! Es ist wieder die Zeit, in der die Blumen bunte Tupfer auf den grauen Winterboden zaubern. Eigentlich eine sehr schöne Zeit und doch war ich die letzen Tage sehr betrübt. Ich habe nämlich eine gute Freundin verloren: Unser Hamster Pauline ist gestorben. Ich hatte ja seit Weihnachten schon bemerkt, dass es ihr nicht so gut geht. Sie hatte einen kleinen Knubel am Bauch, der immer größer wurde und der ihr beim Gehen auch weh getan hat. Mein Frauchen war mit ihr auch mal beim Tierarzt und wisst ihr, was der festgestellt hat? Pauline war in Wirklichkeit ein Paul!! Das war ja eine Überraschung! Nicht einmal mir war das aufgefallen und sie (sorry, er) hat es mir nicht erzählt! Naja, für mich wird es immer Pauline bleiben. Ich war ziemlich traurig, als mir Sabine erklärte, dass es wohl das Beste ist, dass Pauli vom Tierarzt von ihren Schmerzen erlöst wird. Und so rollten mir auch dicke Tränen über die Wange, als wir sie kurz darauf in unserem Garten beerdigten. Aber ich weiß nun auch, dass es ihr sicher gut geht und sie nicht mehr leiden muss.
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Aber nun zu einem fröhlicherem Thema: Ostern steht vor der Türe! Und damit der Osterhase und die vielen bunten, leckeren Eier! Freust du dich auch schon darauf? Ich habe mal wieder ein wenig für dich nachgelesen und etwas Interessates entdeckt: Zu Ostern gibt es in vielen Gegenden ein Osterfeuer. Da wird ein großer Berg an Holz aufgeschichtet und dann angezündet. Das Feuer soll sozusagen den Winter vertreiben und die Sonne Willkommen heißen.
Ach ja, und am 20. März 2012 ist offizieller Frühlingsanfang. Das ist der Tag im Jahr, an dem der Tag genauso lange ist wie die Nacht. Also beides genau 12 Stunden. In vielen Ländern (z.B. China) beginnt an diesem Tag auch das neue Jahr. Man feiert dort ausgiebige Neujahrsfeste. Der Frühling endet am 21. Juni mit der Sommersonnwende. An diesem Tag ist es genau 16 Stunden hell (längster Tag des Jahres) und 8 Stunden dunkel.
Und noch ein paar Zahlen: Am 25. März 2012 beginnt die Sommerzeit. Da werden um 2.00 Uhr nachts die Uhren auf 3.00 Uhr umgestellt. Die Sommerzeit wurde ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen. Klar, wenn es abends länger hell ist, muss man das Licht nicht einschalten und braucht somit weniger Strom. Gute Idee! Und es ist doch auch herrlich, wenn man im Sommer den Abend mit natürlicher Helligkeit ein leckeres Eis genießen kann! Am letzten Sonntagmorgen im Oktober (das ist heuer der 28.10.) werden die Uhren dann wieder zurückgestellt.
Die Sonne ist übrigens ganz wichtig für unseren Körper. Denn was passiert mit einer Pflanze, wenn sie kein Licht bekommt? Richtig, sie welkt und geht ein. Neben Wasser und Erde benötigt die Pflanze Licht zum Wachstum. Und so ist das mit allen Lebewesen auf unserer Erde. Da macht der Mensch keine Ausnahme! Auch wir brauchen Wasser, Energie (naja, keine Erde aber halt was zum Essen) und Licht! Und das bekommen wir in den tristen Wintermonaten nicht wirklich reichlich. Deshalb ist man zu dieser Jahreszeit auch anfälliger für Krankheiten und manche Menschen leider sogar unter Winterdepressionen. Wie gut, dass es nun endlich wieder heller wird! Wenn nämlich die Sonnenstrahlen unseren Körper treffen, wird in der Haut Vitamin D produziert. Das tut unserem Körper unheimlich gut und wir fühlen uns gleich wieder viel besser. Und dieses Vitamin D gibt es ganz umsonst: Du musst keine Tabletten daür nehmen oder Spritzen bekommen. Du musst einfach nur die Sonne genießen! Also geh unbedingt raus und tolle ein wenig am Spielplatz oder dem Fussballfeld herum. Aber die Sonnencreme nicht vergessen!
So, zum Abschluss werde ich heute ein wenig poetisch. Ich habe in einem Buch ein Gedicht über den Frühling gefunden, das du vielleicht auch schon mal in der Schule lernen musstest. Ich wünsche dir schöne sonnige Frühlingstage!
Er ist's
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
— Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!
Eduard Mörike
WINTER:
Weihnachtszeit! Was gibt es Schöneres? Plätzchen, Lebkuchen, Apfelpunsch, ... Ich liebe es auch, mich ganz gemütlich mit meiner Wärmflasche in das Sofa zu knuddeln und ein Buch zu lesen oder mir eine Weihnachtsgeschichte vorlesen zu lassen. Heute Morgen hörte ich im Radio eine so schöne Geschichte, die ich hier einfach mal an euch weitergeben will. Ich wünsche euch allen ganz tolle Weihnachten mit vielen Geschenken und denkt daran, alle Menschen, die ihr lieb habt und die euch wichtig sind einfach mal ganz doll zu knuddeln!
Und nun viel Freude beim Lesen:
Der Brief der kleinen Virginia
Vor über 100 Jahren schrieb die achtjährige Virginia O'Hanlon aus New York an die Tageszeitung "Sun" folgenden Brief:
Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer wahr. Bitte, sagen sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Die Sache war dem Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er selbst antwortete, und zwar auf der Titelseite der „Sun“:
Liebe Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Viriginia, es gibt einen Weihnachtsmann.
Es gibt ihn so gewiß wie Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen.
Es gibt einen Weihnachtsmann.
Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiß, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.
All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst. Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter.
Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.
"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Der Weihnachstmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er dasein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia.
Dein Francis P. Church
Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus
dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert bis zur Einstellung der
"Sun" 1950 alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt
HERBST:
Die Blätter werden bunt und fallen von den Bäumen... Es ist Herbst! Und ich will euch auch gleich erzählen, was ich neulich in unserem Garten Lustiges erlebt habe. Mittlerweile sind unsere Gemüsebeete ja fast leer. Die Nächte waren bereits so kalt, dass unsere Gurken- und Zucchinipflanzen erfroren sind.
So schlenderte ich ein wenig umher und buddelte in der braunen Erde, als ich dort ein paar trockene Stiele stecken sah. Ich dachte erst, es sind auch irgendwelche erfrorenen Stengel, aber da marschierte auch schon Sabine mit einer kleinen Schaufel an. Sie blickte mich an und meinte: "Na, dann wollen wir mal sehen, was wir hier noch ernten können!" Ich war ziemlich neugierig, was sich denn da unter der Erde am Ende der Stiele versteckt und konnte es gar nicht erwarten, bis sie endlich anfing zu graben. Na, habt ihr eine Idee, was es gewesen sein könnte??
Es waren Kartoffeln! Da kamen ganz viele Kartoffeln zum Vorschein! Und wie sich die unter der Erde verteckten: Das war ja fast wie beim Ostereier-Suchen!!
Natürlich habe ich mich für euch auch gleich ein wenig schlau gemacht und über diese Knolle nachgelesen. Also: Die Kartoffel wird in einigen Gegenden auch "Erdapfel" genannt. Ursprünglich wurde sie in Südamerika angepflanzt. Wie sie nach Deutschland kam, ist nicht genau bekannt, aber man glaubt, dass sie über Spanien zu uns gelangt ist.
Die Geschichte dazu ist auch ganz witzig. Die Pflanze wurde nämlich damals eingeführt, weil sie so eine schöne Blüte besitzt! Man setzte sie deshalb zur Zierde in botanische Gärten! Nun bildet der Samen der Pflanze kleine Kartoffelbeeren, die aber giftig sind. Das wussten die Leute damals leider nicht und so starben auch erst mal ein paar Menschen, bevor man irgendwann durch Zufall die essbaren Knollen an den Wurzeln der Pflanze entdeckte.
Und auch dann dauerte es noch lange, bis die Menschen die Kartoffel als Nahrungsmittel akzeptierten. Friedrich der Große wendete dazu eine List an: Er ließ auf großen Feldern in Preußen Kartoffeln anbauen und um die Neugierde der Leute zu wecken ließ er die Felder von seinen Soldaten bewachen. Natürlich dachten alle, dass hier etwas ganz Besonderes angebaut wird und jeder wollte nun auch dieses Gemüse haben!
Heute sind Kartoffeln eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt und sie schmecken doch auch wirklich lecker: als Bratkartoffel, Kartoffelpüree, Folienkartoffel, mit Petersilie und Quark..... hmmmm.....lecker......
SOMMER:
Na, habt ihr die Sommermonate gut verbracht? Ich hoffe, ihr hattet alle ganz tolle Ferien mit viel Sonnenschein und Badewetter. Ich war im August für zwei Wochen auf Fuerteventura. Das ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, obwohl ich dort gar nicht so viele Vulkane wie vor zwei Jahren in Lanzarote gesehen habe. Dafür gab es unheimlich viel Sand! Um an den Strand zu kommen, mussten wir erst mal 10 Minuten über hohe Sanddünen marschieren. Puh, das war vielleicht anstrengend und heiß!
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Aber irgendwie machte es doch auch Spaß, über diese hohen Dünen zu rennen und beim Herunterlaufen Purzelbäume zu schlagen! Und natürlich war es herrlich, dann endlich am Wasser anzukommen und dort zu plantschen. Wow, die Wellen waren ganz schön hoch und deshalb waren auch immer viele Surfer im Meer unterwegs. Manche hatten sogar einen Drachen in ihren Händen, mit dessen Hilfe sie im Wind über die Wellen flitzten und sprangen. Das nennt man übrigens Kite-Surfen und es geht hier auf Fuerteventura ganz besonders gut, weil ständig ein kräftiger Wind weht. Und obwohl ich ja wirklich gerne am Strand in der Sonne faulenze, war der Wind oft so heftig, dass ich nach einer Weile freiwillig in die Tasche geschlüpft bin, damit ich durch Wind und Sand nicht aussehe wie ein paniertes Schnitzel!
Ansonsten ist diese Insel nicht besonders groß und es gibt auch nicht viel zu sehen. Nachdem es so trocken ist (ich kam mir echt oft vor wie in der Wüste) wachsen auch so gut wie keine Pflanzen. Außer: Die Aloe Vera. So eine hast du vielleicht im Kleinformat auch schon mal bei uns zuhause gesehen. Sie werden in großen Plantagen angebaut und ihre dickfleischigen Blättern speichern die Feuchtigkeit, sodass die Pflanze auch in trockenen Zeiten überleben kann. Wenn man die Blätter aufschneidet kommt ein glitschiges, schleimiges Gel zum Vorschein. Es ist sehr gesund und es werden ganz viele Körper-Cremes, Lotionen, Tinkturen etc. daraus gemacht. Angeblich kann man mit diesem Gel sogar kleine Wunden heilen. Wie das aussieht, habe ich natürlich für dich fotografiert:
Nach unserem Urlaub habe ich die schönen Tage bei uns in München genossen. Wie waren viel beim Schwimmen, in unserem Garten oder haben Ausflüge gemacht. Naja, und seit dem Schulanfang ist wieder der Alltag eingekehrt. Heute regnet es in Strömen, doch ich hoffe noch auf ein paar schöne Herbsttage. Bis dann!
MAI:
Hallo, hier bin ich mal wieder. Ich war in den Osterferien für ein paar Tage in Berlin und will euch heute ein wenig darüber erzählen. Also, Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland und gleichzeitig auch der Regierungssitz. Das heißt, dass unsere Politiker dort entscheiden, was in unserem Land so alles getan werden darf und was nicht. Dazu treffen sie sich im "Reichstag". Das ist ein riesiges Gebäude mit einer großen Glaskuppel oben drauf, in der man fast bis zur Spitze hochmarschieren kann. Ich kam mir vor wie am Flughafen, als wir das Gebäude betraten. Wir und unsere Taschen wurden erst mal gründlich durchsucht, damit wir auch ja nichts Unerlaubtes mitbringen. Naja, wie am Flughafen halt... Dann ging es mit einem Aufzug hoch und schon standen wir vor der runden Glaskuppel. Wir bekamen ein Audio-Gerät zum Umhängen und mit kleinen Kopfhörern im Ohr erhielten wir so auch noch viele Informationen über Berlin. Damit du dir vorstellen kannst, wie diese Kuppel aussieht, gibt's unten ein Foto.
Neben dem Reichstag ist auch gleich das Kanzleramt. Hier ist der Arbeitsplatz unserer Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel. Eigentlich gibt es in dem Gebäude auch eine Wohnung für sie, aber es wurde uns erklärt, dass sie lieber wo anders wohnt.
Und noch ein wichtiges "politisches Gebäude" gibt es in Berlin. Das Schloss Bellevue ist der Amtssitz von unserem Bundespräsidenten, Herrn Christian Wulff. Wow, der hat gleich ein richtiges Schloss...
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Reichstagskuppel | | Kanzleramt | | Schloss Bellevue |
Auf einer Stadtrundfahrt lernten wir auch den Rest von Berlin kennen. Da gibt es einen wunderschönen Dom, von dessen Kuppel wir einen tollen Ausblick auf die Stadt hatten. Dann war da noch eine Siegessäule, die fast so aussah wie unser Friedensengel in München. Natürlich waren wir auch am Brandenburger Tor, dem Wahrzeichen Berlins.
Wir besuchten auch den Zoo, in dem vor einigen Tagen leider der Eisbär Knut gestorben war. Zu gerne hätte ich ihn persönlich kennen gelernt, aber so unterhielt ich mich einfach ein wenig mit seinen Artgenossen.
Ja, und natürlich standen wir irgendwann auch vor der berühmten Berliner Mauer. Weißt du eigentlich, wie sie entstanden ist? Es war zum Ende des zweiten Weltkrieges. Berlin wurde von den "Siegermächten" aufgeteilt. Es gab drei Teile im Westen Berlins: USA, England und Frankreich und einen Teil im Osten Berlins: die Sowjetunion. Immer wieder gab es im Laufe der Zeit Streitigkeiten zwischen Ost und West, weil sie einfach unterschiedliche Auffassungen von Politik hatten und so errichtete schließlich die Sowjetunion 1961 eine Mauer.
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Das war ziemlich übel für die Menschen, die dort lebten. Kannst du dir vorstellen, dass plötzlich mitten in deiner Heimatstadt eine Mauer ist und du nicht auf die andere Seite gehen darfst? Viele hatten Freunde und Verwandte auf der anderen Stadtseite, die sie nun nicht mehr besuchen durften. Da lag es natürlich nahe, dass die Menschen versuchten, über die Mauer zu fliehen. Doch das war nicht so einfach, denn sie war mit Stacheldraht versehen und wurde streng bewacht. Viele Leute verloren bei dem Fluchtversuch ihr Leben. Sie wurden von den Wachmännern erschossen. Trotzdem schafften es einige, dieses Hindernis zu überwinden. Sie gruben Tunnel unter der Erde, andere flogen in einem Heißluftballon oder zwängten sich in kleine Verstecke im Auto, um über die Grenze zu kommen.
Am 9.November 1989 war es endlich soweit: Die Mauer fiel und Berlin wurde wieder eine Einheit.
So, nun mache ich Schluss für heute. Ich wünsche dir eine schöne Zeit bis zum nächsten Mal!
APRIL:
Ich wünsche euch allen tolle Osterferien und natürlich viel Spaß an den Osterfeiertagen. Ich hoffe, ihr findet alle ganz viele bunte Eier und vielleicht entdeckt ihr ja auch den Osterhasen...
FEBRUAR/MÄRZ:
Heute erzähle ich euch von meinem neuesten Abenteuer. Klick einfach links auf: eine neue Geschichte!
JANUAR:
Na, hattet ihr alle einen guten Start ins neue Jahr? Es war ja ziemlich eisig und kalt die letzen Tage und so genoss ich es, die Zeit einfach ganz gemütlich zu Hause zu verbringen. In eine warme Decke einknuddeln, eine Tee trinken und ein wenig meinen Gedanken nachhängen oder ein gutes Buch lesen... Das hat mir schon gut getan, aber mit der Zeit wurde es mir dann doch ein wenig langweilig. Natürlich spielte ich auch viel mit meinen Kuscheltierfreunden, doch ich entdeckte eines Tages noch jemanden in unserer Wohnung, der auch bald mein neuer Freund werden sollte. Und von ihm (oder eigentlich von ihr) will ich euch heute erzählen:
Es war an einem Mittwoch Morgen, als ich gerade ein wenig durch unsere Wohnung spazierte, als ich plötzlich ein Geräusch im Wohnzimmer hörte. Es war ein leises Schaben oder Kratzen. Natürlich war ich neugierig geworden und steckte vorsichtig meinen Kopf durch die Türe. Hm, da war nichts zu sehen. Ich spitzte meine Ohren und hörte immer noch ganz deutlich dieses eigenartige Geräusch. Es kam vom Fenster vorne und mir wurde nun auch sofort klar, wer der Erzeuger dieses Raschelns war: Unser Hamster Pauline! Seit über einem Jahr ist sie schon Mitglied unserer Familie, aber nachdem sie immer in Käfig eingesperrt ist, hatte ich mich bisher noch nicht viel mit ihr beschäftigt.
Ich ging langsam auf den Käfig zu und streckte meinen Kopf nach oben, um besser hineinsehen zu können. Da flogen mir auch schon Sägespäne um die Ohren. Pauline machte scheinbar gerade Frühjahrsputz. Sie steckte mit dem Kopf voraus in ihrem Häuschen und schrubbelte die Einstreu mit ihren kleinen Hinterbeinen so heftig nach hinten, dass es in hohem Bogen aus dem Käfig flog. "He, du, pass mal ein wenig auf!", rief ich ich zu. Flink drehte sie sich um und blinzlte mich an: "Na du siehst ja lustig aus. Da muss ich wohl ein wenig zu heftig gebuddelt haben. Entschuldige!" Ich war ziemlich erstaunt, dass wir uns gegenseitig verstehen konnten. Zwischen lebenden Tieren und Kuscheltieren ist das nämlich nicht immer selbstverständlich. "Ich bin Wuffi", stellte ich mich höflich vor. "Klar, das weiß ich doch", entgegnete sie, "ich habe dich und deine Freunde schon oft spielen sehen."
Ich begutachtete Pauline ein wenig genauer. Sie war ziemlich klein, vielleicht gerade mal 7 cm lang und sah eigentlich wie eine kleine Maus aus. Ihr hellbraunes Fell glänzte. Am Bauch war es fast weiß. Bestimmt fühlte es sich weich an. Über den Augen hatte sie zwei kleine weiße Flecken, die ihr Gesicht richtig hübsch aussehen ließen. Wir kamen ein wenig ins Gespräch uns sie erzählte mir, dass sie ein Zwerghamster ist (deshalb ist sie auch so klein!). Ihre Hamsterart heißt "Roborowski" und sie wohnt eigentlich in den Wüstengegenden von China und der Mongolei. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist Laufen und im Sand buddeln. Und das tut sie am liebsten in der Dämmerung oder nachts. In freier Natur ernährt sich ein Zwerghamster von Planzensamen und kleinen Insekten. "Doch ganz besonders gerne mag ich es, wenn mir meine Melanie Bananen, Mozarella oder Mais aus der Dose in meinen Futternapf stellt", erklärte sie mir abschließend.
Es war interessant, so viele Dinge von ihr zu erfahren und ich fragte mich, warum ich nicht schön früher auf die Idee gekommen war, mit ihr zu plaudern. Wir hatten viel Spaß miteinander und so ließ ich mich sogar dazu überreden, ihre Käfigtüre zu öffen. Sie wollte so gerne mal wieder freien Auslauf haben und ich wollte ihr diesen Wunsch erfüllen. Doch was dann passierte??......... Das erzähle ich euch das nächste Mal!
NOVEMBER/DEZEMBER:
Puh, ist das ein Stress... Eigentlich sollte die Vorweihnachtszeit ja gemütlich sein. Aber irgendwie habe ich noch ganz schön was zu tun! Gar nicht so einfach, sich ein passendes Geschenk für seine Lieben auszudenken. Und bei dem vielen Schnee, den es im Moment vom Himmel schneit, muss ich auch der Sabine immer fleißig beim Schnee schaufeln helfen. Aber diese weiße Pracht überall finde ich schon toll. Man kann nach Herzens Lust darin rumtollen, eine Schneeballschlacht machen oder einen Schneemann bauen. Wenn nur nicht meine Pfoten immer so schnell kalt werden würden! Vielleicht sollte ich mir vom Christkind mal Handschuhe (Pfotenschuhe?) wünschen.
Und natürlich gehe ich auch wieder gerne auf die vielen tollen Weihnachtsmärkte. Wo es funkelt und glitzert und soooo lecker riecht...
So, nun mache ich für heute schon wieder Schluss. Ich will noch das Geschenk für meinen Freund Brummi einpacken. Ich wünsche euch allen ein ganz tolles Weihnachtsfest. Ich hoffe, Ihr findet in all dem Trubel auch mal ein wenig Zeit für euch und die Menschen, die ihr lieb habt. Genießt die Tage mit Plätzchen und duftendem Tee und natürlich wünsche ich euch auch, dass ganau die Päckchen unter dem Tannenbaum liegen, die ihr euch gewünscht habt!!
FROHE WEIHNACHTEN!!!!!!!!!!!
OKTOBER:
Hier gibt es nun endlich Teil zwei meiner Kenya-Reise: Während unserer Safari hatte ich ja Bekanntschaft mit ganz vielen Tieren gemacht und ich konnte mich gar nicht satt sehen an den frei lebenden Zebras, Giraffen, Elefanten, Gnus, Büffeln,... Nach vier erlebnisreichen Tagen kamen wir wieder in unserem Strandhotel an und ich war froh, als ich einfach mal wieder gemütlich in Ruhe auf einer Liege in der Sonne liegen konnte. Zusammen mit meinem Freund Brummi genoss ich die Wärme und Sonnenstrahlen, als plötzlich vor mir einer der Gärtner des Hotels ganz flink eine der Palmen hochkletterte. Geschickt trennte er mit seiner Machete (das ist so was wie ein kleineres Schwert) ein paar der Kokosnüsse ab.
Ich überlegte gerade, wie ich ganz unauffällig eine davon stibitzen könnte, da hatte Melanie auch schon eine der Nüsse für uns organisiert. Der Gärtner schlug sie mit seiner Machete auf und ich konnte es gar nicht erwarten, bis ich sie endlich probieren durfte. Wow, war das lecker! Ganz anders als die Kokosnüsse, die man bei uns zuhause kaufen kann. Sie hatten viel mehr Flüssigkeit innen drinnen (bis zu einem ganzen Liter passt da rein!), das Fruchtfleisch war weicher und die Schale außen ganz glatt und grün. Ich ließ mir erklären, dass die Flüssigkeit übrigens gar keine Kokosmilch ist, sondern Kokoswasser! Und es ist die sterilste und sauberste natürliche Flüssigkeit der Welt, weil in die geschlossene Nuss absolut keine Keime eindringen können. Neben dem Wasser und dem Fruchtfleisch wird auch der Rest der Kokosnuss verwendet: Aus den Schalen werden Schnitzereien oder Spielzeug und Taschen hergestellt, man kann sie auch als Brennstoff verwenden. Und die Kokosfasern werden in Wasser eingelegt und daraus entstehen Seile und Matten. Praktisch, oder?
Nach diesem leckeren Imbiss machte ich es mir wieder auf der Liege bequem, als Brummi mich ganz aufgeregt anstupste und sagte: "Schau mal, was da auf uns zugekrochen kommt!" Und ich sah auch sofort, was er meinte. Da krabbelte ein langer schwarzer Wurm. Er war fast 20cm lang und etwa so dick wie ein Wiener Würstchen. Und das besondere an ihm war, dass er gaaaaaanz viele kleine rote Füßchen hatte. In einem Buch habe ich später nachgelesen, dass diese Tausendfüßler "Riesenschnurfüßler" heißen und ihre Füße wellenförmig bewegen. So können sie vorwärts und auch rückwärts krabbeln! Das kitzelte vielleicht, als er über uns drüber marschierte!
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Und kaum war er wieder am Boden angelangt, da gab es auch schon die nächste Aufregung. Wir lagen mit unsrer Liege direkt an der Hotelmauer und ich hörte schon seit einigen Minuten ein geheimnisvolles Rascheln auf der anderen Seite. Es dauerte auch nicht lange, da sah ich schon, wer für dieses Geräusch verantwortlich war: Die Affen kamen!! Ich hatte sie vor unserer Safari schon mal beobachtet. Es war eine ganze Familie von Meerkatzen. Diese Affen sehen so ähnlich aus wie der von Pippi Langstrumpf. Sie haben einen kleinen runden Kopf und einen langen Schwanz. Diese total geschickten Kletterer und Springer waren total frech! Sie stibitzten alles an Essen und auch Getränken, das die Gäste auf ihren Liegen stehen ließen. Wir mussten wirklich alles verstauen und die Affen waren so geschickt, dass die sogar dieReißverschlüsse von Taschen öffnen konnten. Ich ließ meinen Blick über unseren Platz schweifen, um zu überprüfen, ob nicht doch etwas Essbares von uns rumlag.
Doch die Affen schienen heute keine Notiz von uns zu nehmen. Sie hüpften an uns vorbei in Richtung Restaurant (na, wohin auch sonst?) und ich bemerkte auch gleich, warum sie heute keine Zeit mit uns verbringen wollten: Hinter ihnen kam ein riesengroßer Pavian über die Mauer. Paviane hast du sicher auch schon im Tierpark gesehen. Es sind diese Affen mit hundeähnlicher Schnauze und rotem Popo. Paviane werden bis zu 25 kg schwer, haben kräftige Kieferknochen und lange Eckzähne. Er schnappte sich eine der Kokosnüsse, die der Gärtner liegen lassen hatte und ich konnte gar nicht so schnell zusehen, wie er mit seinen Zähnen die Schale aufriss und gierig das Wasser ausschlürfte, um dann an das Kokosfleisch zu kommen. Es war unglaublich, wie schnell und leicht er diese harte Schale öffnen konnte! Er sah richtig gefährlich aus und ich hielt vorsichtshalber lieber ein wenig Abstand. Doch da kam auch schon einer der Wachmänner des Hotels an und verscheuchte mit seiner Steinschleuder den ungebetenen Gast.
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Ja, und so genossen wir die nächsten 10 Tage mit Sonne, Faulenzen, im Pool rumtollen und im Meer über die riesigen Wellen zu hüpfen. Ich freundete mich mit demTausendfüssler Friedrich an und auch ein paar der witzigen Affen kannte ich bald mit Namen. Wir hatten viel Spaß miteinander und der Abschied aus diesem tierreichem Land viel mir nicht leicht.
Mittlerweile bin ich natürlich wieder zuhause in München und bevor ich mich für heute von dir verabschiede, gibt es noch ein kleines Rätsel für dich: Wie ich oben erzählte, waren an den Palmen die leckeren Kokosnüsse. Doch es gibt auch Palmen, die keine Kokosnüsse, sondern eine ander Frucht tragen. Weißt du welche?? (Die Auflösung gibt es nächsten Monat!)
SEPTEMBER:
Eigentlich wollte ich euch heute ja von den lustigen Affen in Kenya erzählen, aber nachdem im September ein ganz besonderes Fest in meiner Heimatstadt war, muss das noch bis nächsten Monat warten. Ich will euch nämlich heute vom Münchner Oktoberfest erzählen! Bestimmt hast du schon mal davon gehört oder warst auch selber schon dort. Es ist das größte Volksfest der Welt und es ist ganz unglaublich, was für verrückte Fahrgeschäfte es dort gibt: riesige Achterbahnen, wild durcheinander wirbelnde Fahrgondeln, hohe Türme und Rutschbahnen und gruselige Geisterbahnen, in denen "echte" Gespenster spuken. Überall riecht es ganz lecker nach gebrannten Mandeln und es gibt diese zuckersüße weiße Watte, die mir immer mein ganzes Fell verklebt. In den Bierzelten duftet es verführerisch nach gegrillten Hähnchen und die Bedienungen schleppen stapelweise Bierkrüge an die Tische. Natürlich zeigt dieses viele Bier auch seine Wirkung und so stehen die meisten Gäste schunkelnd und singend auf den Bänken.
Jedes Jahr im September findet das Oktoberfest statt und heuer war es genau 200 Jahre her, als es dieses Fest zum 1. Mal gab. Ich war ziemlich neugierig, ein wenig mehr über dieses tolle Fest zu erfahren und vor allem wollte ich herausbekommen, warum es eigentlich "Oktober"fest heißt, obwohl es ja immer im September statt findet!? Hier ist die Lösung des Rätsels:
Es war der 12. Oktober 1810. An diesem Tag heiratete der Kronprinz Ludwig von Bayern seine Verlobte Therese von Sachsen-Hildburghausen. Fünf Tage lang wurde aufgrund dieser Hochzeit ganz groß gefeiert. Das ganze Volk freute sich und es gab eine Schützenparade, es wurde Musik gespielt, dazu gab es reichlich leckeres Essen und der Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein spannendes Pferderennen. Dieses Rennen war genau auf der Wiese, auf der auch heute noch das Oktoberfest statt findet und zu Ehren der Braut wurde dieser Platz "Theresienwiese" getauft.
Zur Erinnerung an diese Hochzeit wurde auch heuer so ein Pferderennen abgehalten und man konnte einige Fahrgeschäfte bestaunen, die es zu der damaligen Zeit schon gab. Die waren natürlich lange nicht so wild wie heute! Ich glaube, früher ging es eher ein wenig gemütlich zu.
Ja, und nun zu meiner Frage: Warum heißt es Oktoberfest und nicht Septemberfest? Ganz klar, weil die Hochzeit im Oktober war und das Fest nur im Laufe der Zeit wegen des Wetters vorverlegt wurde. Eigentlich ganz logisch, oder?
Übrigens waren heuer insgesamt 6,4 Millionen Besucher auf unserem Oktoberfest!
Nun wünsche ich euch noch ein paar tolle Herbsttage. Bis zum nächsten Mal!
AUGUST:
Jambo! Das ist afrikanisch und heißt Hallo!! Ich bin noch ganz aufgeregt von den vielen Erlebnissen in den letzten drei Wochen. Ich war nämlich in Kenya! Das ist ein Land im Osten von Afrika und ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland. Es liegt auf Höhe des Äquators und die Hauptstadt heißt Nairobi.
Na, woran denkst du als erstes, wenn du Afrika hörst? Nach Fußball-WM war mein erster Gedanke "wilde Tiere" und davon habe ich auch ganz viele gesehen! Auf einer Safari besuchten wir vier Tage lang den Tsavo und Amboseli-Nationalpark. In unserem kleinen Bus konnte man einfach das Dach nach oben klappen. Das war total praktisch, denn so konnten wir im Bus stehen und von dort aus ganz sicher die Tiere beobachten. Und was wir da alles sahen: Ganz viele Elefanten, Giraffen, Zebras, Gnus, Antilopen, Wasserbüffel, Affen und Strauße. Da marschierten oft ganze Herden von Tieren an uns vorbei. Die gingen sogar direkt vor unserem Bus über die Straße. Witzig sah das bei den Zebras aus. Nun weiß ich auch, woher der Name "Zebrastreifen" kommt...
Auch die Elefanten wanderten immer in Familien durch die Steppe. Ganz beschützt durften dabei die kleinen Baby-Elefanten in der Mitte der Herde neben der Mami gehen. Und die Mami verteidigte sie auch! Als wir mit unserem Bus nämlich mal zu nahe kamen, stellte sie sich warnend vor uns, wackelte mit den aufgestellten Ohren, schabte mit dem Vorderbein am Boden und ließ ein lautes "Trörööö" als Warnschrei los. Unser Fahrer fuhr den Bus ein Stück zurück und Mama-Elefant zog friedlich mit ihrem Baby und der Herde weiter.
Die Giraffen fand ich auch ganz toll. Sie sind so lang und schlank, dass man sie neben den Baumstämmen fast gar nicht erkennen kann. Mit ihrer langen Zunge stibitzen sie sich die leckeren Blätter der hohen Akazienbäume, an die die anderen Tiere nicht so leicht hochkommen. Giraffen haben übrigens eine lila Zunge!
Ein wenig mulmig wurde mir, als nur ein paar Meter von uns entfernt drei Löwen auftauchten. Die sahen ganz schön gefährlich aus und einer von ihnen blickte mich auch gleich ganz hungrig an. Aber unser Fahrer hatte das wieder mal alles im Griff und natürlich ist uns nichts passiert. Ein anderes Mal entdeckten wir einen Gepard. Und direkt neben ihm lag eine tote Antilope. Wow! Der hatte sich gerade sein Abendessen zubereitet!
Ich fand es total schön und aufregend, mit unserem Auto durch diese weite Landschaft zu fahren (man nennt das übrigens Pirschfahrt) und immer wieder neue Tiere zu entdecken. Oft war das gar nicht so einfach, denn trotz meiner guten Augen und meinem Spürsinn sind die Tiere recht gut darin, sich zu tarnen und verstecken. Na klar, das müssen sie ja auch, wenn sie überleben wollen. Und du musst dir vorstellen, dass es hier keinen Zaun gibt, so wie bei uns im Tierpark. Nein: Der Nationalpark geht so weit dein Auge reicht und die Tiere können dort frei umherwandern.Während der Safari übernachteten wir in Zelten und es war manchmal ganz schön unheimlich für mich, diese ganzen fremden und ungewohnten Tierstimmen und Geräusche nachts so nahe zu hören. Auch hier gab es ja keinen Zaun und so war der Beschützerinstinkt in mir erwacht. Ganz klar, dass ich Wache hielt und aufpasste, dass uns nichts passierte.
Im Amboseli Nationalpark hatten wir vom Zelt aus direkten Blick auf den Kilimanjaro. Das ist der höchste Berg Afrikas. Er ist mit fast 6000 Metern ungefähr doppelt so hoch wie unsere Zugspitze in Deutschland. Auf seiner Spitze ist es so kalt, dass man dort sogar Schnee erkennen kann. Und das in Afrika! Eigentlich dachte ich, dass es in Afrika immer heiß ist und immer die Sonne scheint. Aber da hatte ich mich gewaltig geirrt. Auch in unserem Urlaub hat es immer mal wieder geregnet. Doch das war gar nicht so schlimm. Der Regen ist dort nämlich ganz anders als bei uns. Wenn in Afrika eine dunkle Wolke am Himmel zu sehen ist und die ersten Tropfen fallen, muss man unheimlich schnell sein. Denn innerhalb einer Minute schüttet es wie aus Eimern. Meist weht dazu auch gleich ein ganz kräftiger Wind und der ist auch dafür verantwortlich, dass der Regen-Spuk nach zehn Minuten wieder vorbei ist und die Sonne wieder lacht!
So, jetzt muss ich Schluss machen. Da liegt noch jede Menge Wäsche zum waschen in unserer Wohnung. Bei unserer Safari hat es ganz schön durch unser offenes Dach in den Bus reingestaubt und die Klamotten haben es dringend nötig, mal wieder in die Waschmaschine zu kommen. Und wenn ich mich so anschaue, würde es mir wohl auch nicht schaden... Nach unserer Safari waren wir übrigens noch zwei Wochen in einem Hotel am Strand. Wie es uns dort ergangen ist und was es mit den Kokosnüssen, Palmen, Fischen, frechen Affen und Tausendfüsslern auf sich hat, erzähle ich euch beim nächsten Mal. Bis dahin noch schöne Ferien!
JULI:
Heute war bei uns in Bayern der letzte Schultag. Endlich Ferien!!! Freust du dich auch so darauf? Endlich mal lange ausschlafen und nicht ständig Diktate schreiben und 1x1 lernen! Und natürlich genieße auch ich die Ferien, weil meine Melanie dann mehr Zeit für mich hat. Trotzdem war der Tag heute auch ein wenig traurig. Für Melanie war es nämlich der letzte Tag in der Grundschule. Nach den Ferien kommt sie in die 5. Klasse und man muss sich dann entscheiden, ob man auf die Hauptschule, Realschule oder das Gymnasium geht. Das hat natürlich auch zur Folge, dass einige Freundinnen auf andere Schulen gehen werden und sie sich wahrscheinlich nur noch selten sehen werden.
Ja, das war schon ein wenig traurig, aber Veränderungen gehören nun mal zum Leben dazu! Es werden sich ganz sicherlich wieder neue tolle Klassenkameradinnen finden und eine echt Freundschaft hält auch über die Schule hinaus!!
So, nun muss ich mich sputen. Heute habe ich leider nur ganz kurz Zeit, euch zu schreiben. Ich bin nämlich gerade dabei, meinen Koffer zu packen. Am Wochenende starte ich nach Afrika! In diesen heißen Kontinent, in dem letzten Monat auch die Fußball-WM war. Allerdings fliege ich nicht nach Südafrika, sondern in den Osten des Kontinents, nach Kenya. Ich habe gelesen, dass es dort ganz viele Tiere zu sehen gibt. Giraffen, Zebras und Elefanten zum Beispiel. Und das Beste ist, dass sie dort nicht wie bei uns im Tierpark in kleinen Käfigen sind, sondern in freier Wildnis leben. Ganz ohne Gitter! Ich bin schon total gespannt darauf und wenn ich wieder zuhause bin, werde ich euch natürlich sofort Bericht erstatten!
Bis dahin wünsche ich euch total schöne Sommerferien und vielleicht könnt ihr mir ja auch mal schreiben, was ihr im Urlaub so erlebt habt. Ich freue mich darauf!
JUNI:
Hallo liebe Freunde! Na, hattet ihr schöne Pfingstferien? Ich war mit meiner Familie eine Woche in Italien. Das war ganz klasse, denn nach dem vielen Regen und kaltem Wetter hier bei uns in Deutschland hatten wir dort endlich mal herrlichen Sonnenschein. Ich genoss es, wie die Sonnenstrahlen auf mein Fell kitzelten und ganz klar, dass es auch Spass machte, den Sandstrand entlang zu laufen und anschließend im Pool und Meer zu plantschen.
Nun sind wir wieder zu Hause und wir sind alle im Fußballfieber! Ich war ganz erstaunt, als ich neulich beim spazieren gehen überall an den Fenstern und Autos schwarz/rot/goldene Fahnen entdeckte. Melanie erklärte mir, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika beginnt und natürlich habe ich mich über dieses Thema ein wenig informiert:
Also, die Fußball-WM ist ein Fußballturnier, das alle 4 Jahre stattfindet. Die erste WM gab es im Jahr 1930. Damals wurde Uruguay Weltmeister. Der Veranstalter der WM ist der Weltfußballverband FIFA. Bereits vor der WM fanden sogenannte "Vorrunden" statt, in denen sich die verschiedenen Länder qualifizieren mussten. Die besten 32 Länder dürfen nun mitspielen. Diese 32 Teams wurden in Gruppen von "A" bis "H" eingeteilt. Deutschland spielt in der Gruppe "D" gegen Australien, Serbien und Ghana. Jedes dieser Spiele wird mit Punkten bewertet. Da gibt es 3 Punkte für einen Sieg, 1 Punkt für ein unentschieden und natürlich 0 Punkte für eine Niederlage. Danach wird verglichen und die beiden schwächsten Teams der Gruppe scheiden aus.
Damit sind es dann nur noch 16 Teams, die in das sogenannte "Achtelfinale" einziehen. Dabei spielt immer die Gewinnermannschaft einer Gruppe gegen den Zweitplazierten einer anderen Gruppe. Und diesmal braucht man einen Sieg, um weiterzukommen. Das heißt, wenn nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten noch kein Gewinner feststeht, wird das Spiel um zweimal 15 Minuten verlängert. Und wenn dann immer noch keine Mannschaft mehr Tore hat, wird durch 11-Meter-Schießen entschieden. Dabei darf immer abwechselnd ein Spieler im Abstand von 11 Metern auf das Tor schießen. Sozusagen Spieler gegen Torwart. Das ist vielleicht spannend!!
Die Gewinner der "Achtelfinale" kommen dann in das "Viertelfinale". Deren Gewinner in das "Halbfinale", bis dann schließlich zwei Mannschaften übrig sind im Finale. Der Gewinner des Finales bekommt einen 36,8 cm großen goldenen Pokal. Er wiegt über 6 kg (das sind sechs Päckchen Milch!). Die Mannschaft darf ihn 4 Jahre behalten und bei der nächsten WM (2014 in Brasilien) wird er an den neuen Sieger weitergegeben.
Bisher hat Deutschland es dreimal geschafft, am Ende der Gewinner zu sein. Du kennst vielleicht auch das Lied: 54, 74, 90, 2010... Das wäre schon klasse, wenn wir wieder soweit kommen. Ich drücke auf alle Fälle alle meine Daumen und schwenke ganz feste das Fähnchen! Du doch hoffentlich auch ?!?
MAI:
Mittlerweile ist also bereits Mai und mein Einsatz als Dr. Wuffi nimmt kein Ende... Es ist ja nun schon eine Weile her, als ich eines Tages bei meiner Melanie am Körper ein paar kleine rote Punkte entdeckte. Es war an einem Montag Abend und Sabine war mit einer Freundin bei einem Konzert von Nena. Kennst du Nena? Ich wäre da auch gerne mit hingegangen, weil ich die Lieder von Nena ganz klasse finde, aber leider war in Sabines Tasche kein Platz mehr für mich. So konzentrierte ich mich also ganz auf meine Aufgabe als Doktor. Melanie fing mittlerweile an, sich an diesen roten Pünktchen zu kratzen und nachdem sie es dem Bernd gezeigt hatte, meinte er, das werden wohl Mückenstiche sein. Wir machten deshalb eine Salbe drauf und gingen schlafen.
So ganz wohl war mir aber bei der Sache nicht. Ich erinnerte mich daran, dass wir vor ein paar Tagen bei Melanies Freundin Christine übernachtet hatten und sie hatte damals plötzlich auch rote Pünktchen. Sie sahen verdammt ähnlich aus und es waren Windpocken!! Und ich sollte Recht behalten: Als wir nämlich am nächsten Morgen aufwachten, war Melanies ganzer Körper voll mit diesen Punkten. Natürlich marschierte Sabine sofort mit uns zum Arzt und dort wurde mein Verdacht bestätigt: Melanie hatte tatsächlich Windpocken. Und das, obwohl sie eigentlich dagegen geimpft worden war!
Ich will euch ein wenig über diese Krankheit erzählen: Windpocken sind eine Krankheit, die man normalerweise als Kind bekommt. Sie sind unheimlich ansteckend. Sie können sich sogar einige Meter durch die Luft auf eine andere Person übertragen. Daher kommt auch der Name. Man muss also unheimlich aufpassen, dass man nicht mit anderen Menschen in Verbindung kommt. Deshalb wurden wir auch beim Kinderarzt sofort in ein separates Zimmer gesetzt. Wie gut, dass ich als Kuscheltier diese Krankheit nicht bekommen kann! Das gefährliche daran ist übrigens auch, dass man bereits zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend ist. Das heißt, man weiß selber noch gar nicht, dass man Windpocken hat, kann aber andere Leute bereits anstecken! Und bei denen dauert es dann wieder so ca. 10-15 Tage, bis die ersten Pünktchen erscheinen! Ganz schön verrückt, oder?
Die kleinen roten Punkte werden nach ein paar Tagen gelblich und bekommen dann eine Kruste. Hattest du schon einmal Herpes an deiner Lippe? Das ist so ähnlich. Wenn alles gut verläuft, ist der ganze Spuk nach 5-7 Tagen wieder vorbei. Während dieser Zeit durfte meine Melanie natürlich nicht in die Schule oder ins Ballett gehen und ich genoss es eigentlich auch mal, dass sie so viel Zeit mit mir verbrachte. Damit es nicht so juckt, bekamen wir vom Arzt eine weiße flüssige Creme, die wir mehrmals am Tag auf die Pünktchen tupften. Diese Creme sorgte auch dafür, dass sich die Bläschen nicht entzündeten. Normalerweise baut der Körper während der Krankheit genügend "Antikörper" auf, sodass man Windpocken eigentlich nur einmal im Leben bekommt. "Antikörper" ist so etwas ähnliches wie eine eigene Polizei im Körper. Wenn dein Körper merkt, dass du krank bist, baut er zum Schutz diese "Polizei" auf und bekämpft die schädlichen Eindringlinge. Das klappt in der Regel ganz gut und ein paar der "Polizisten" bleiben wie gesagt dein Leben lang in dir und passen auf, dass nicht wieder diese Windpocken ankommen.
Nach einer Woche durfte Melanie wieder in die Schule gehen, als plötzlich Bernd in der Nacht anfing, sich am Kopf zu kratzen. Oh ja, ihr ahnt sicher schon, was jetzt kommt: Er hatte sich bei Melanie angesteckt! Und es hatte ihn auch wesentlich schlimmer erwischt. Sein ganzer Körper war über und über voll mit Punkten und als ich ihn das erst mal sah, musste ich erst mal lachen: Mit der weißen Creme sah er aus wie einer dieser australischen Ureinwohner. Vielleicht hast du die schon mal auf einem Bild oder im Fernsehen gesehen? Sie heißen Aboriginals und bemalen sich ihren Körper zur Zierde mit Punkten. Sieht eigentlich ganz witzig aus, doch irgendwie war das Ganze dann doch gar nicht zum lachen. Ich hatte dir ja schon erzählt, dass Windpocken normalerweise eine Kinderkrankheit sind und bei Erwachsenen kann das ziemlich gefährlich sein. Das kann sogar bis zu Entzündungen im Gehirn führen.
Doch mittlerweile ist es auch bei Bernd wieder abgeheilt.
Jetzt ist noch eine Woche Schule und dann freue ich mich auf die Pfingstferien. Wir fahren nämlich eine Woche nach Italien! Wenn bis dahin nicht wieder jemand mit roten Pünktchen aufwacht...
APRIL:
Hier bin ich wieder: euer Wuffi! Naja, eigentlich könnt ihr ab heute "Dr. Wuffi" zu mir sagen! In den letzten Wochen habe ich nämlich ziemlich viel über Krankheiten erfahren. Und diesmal war es nicht einfach nur ein Schnupfen oder Husten. Aber immer schön der Reihe nach:
Angefangen hat alles am ersten Osterferientag: Schon in der Nacht war mir aufgefallen, dass sich Melanie im Schlaf total oft am Kopf kratzte. Ich bin sogar ein paarmal davon aufgewacht. Als Sabine dann am nächsten Morgen Melanies Haare durchsuchte, entdeckte sie dort ein paar ungebetene Gäste: Kopfläuse. Ich fand das erst mal ziemlich eklig, aber mittlerweile weiß ich, dass es gar nicht so schlimm ist. Läuse sind winzig kleine Insekten, noch kleiner als Ameisen. Sie ernähren sich von Blut und stechen deshalb immer mal wieder in die Kopfhaut. Das ist ähnlich wie bei einer Mücke und dieser Einstich fängt dann an zu jucken. Es gibt ein spezielles Shampoo aus der Apotheke, mit dem man die Läuse abtöten kann. Natürlich haben wir uns das gleich organisiert. Läuse springen übrigens nicht, sondern krabbeln nur von einem zum anderen. Und dabei ist es ganz egal, ob das nun ein frisch gewaschener Kopf ist oder nicht. Diese Tierchen zu bekommen hat also absolut nichts mit Hygiene zu tun! Also hab bitte keine Panik, falls dich auch mal welche besuchen...
Kopfläuse fühlen sich in der Wärme und im Gewuschel der Haare total wohl. Deshalb legen sie auch gleich Eier ab. Diese Eier nennt man "Nissen" und sie sind so winzing, dass man sie mit dem Auge fast gar nicht erkennen kann. Mit einem speziellem "Nissenkamm" versuchte Sabine, sie zu finden und zu zerquetschen. Das fatale ist, dass diese Eier erst nach ein paar Tagen ausschlüpfen und wenn man eines übersieht, fängt der ganze "Läusezirkus" wieder von vorne an...
Deshalb wurde dieser Tag zum Waschtag erklärt: Sämtliche Bettwäsche, Handtücher und Klamotten der letzten Tage wanderten in die Waschmaschine und auch ich landete wieder mal in der Trommel...
Aber es hat sich gelohnt. Dank der Wascherei und des Shampoos waren wir die Tierchen sofort wieder los!
Ein paar Tage später kam mein nächster "Doktor-Einsatz": Wir waren am Spielplatz und Melanie schaukelte mit ihrer Freundin Kristina ganz heftig um die Wette. Dummerweise kam Sabine irgendwie in den Weg und Melanies Fuß krachte mit Karacho gegen Sabines Nase. Es blutete gleich ziemlich heftig und ich dachte schon, die Nase ist bestimmt gebrochen, aber sie hatte Glück: Die Nase wurde zwar dick, bunt und tat weh, aber sie war nicht gebrochen.
Ja, und dann kam dieser Tag mit Melanies Pünktchen am Körper... Aber davon erzähle ich euch das nächste Mal!
NEU: Als besonderen Service für meine sehbehinderten und blinden Freunde ist mein Buch jetzt auch als Hörbuch erhältlich! Du kannst es über die Bibliothek des Blindenbundes München erhalten.
MÄRZ:
Endlich ist er da: Der Frühling! Naja, eigentlich noch nicht richtig, aber immerhin war es ein paar Tage schon richtig warm draußen und in unserem Garten spitzen auch schon ein paar Schneeglöckchen durch die Erde. Und mit dem Frühling kommt natürlich auch: der Osterhase! Hast du das tolle Bild mit ihm und mir auf der Startseite meiner Homepage entdeckt? Ob es wirklich der Osterhase war????
Nachdem ich dir von den verschiedenen Osterbräuchen letztes Jahr schon erzählt habe, schreibe ich dir heute ein paar Ideen, was du mit deinen Freunden in den Ferien so alles anstellen kannst: Macht doch mal einen Eierlauf durch euere Wohnung. Dazu einfach ein Ei auf einen Löffel legen und los geht's. (Nimm am besten ein gekochtes Ei. Sonst bekommst du Ärger mit deiner Mama). Oder spielt Eierticken. Dazu bekommt jeder Mitspieler ein Ei in die Hand. Dann wird gegenseitig angetickt. Das Ei, dessen Schale als erstes bricht, hat verloren.
Natürlich kannst du auch rohe Eier auspusten und dann bunt bemalen. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Du musst dazu in das Ei oben und unten ein kleines Loch bohren (am besten mit einer Nadel) und dann ganz kräftig oben reinpusten, bis unten der Inhalt rausquillt. Aber wie gesagt: Das ist nicht ganz einfach. Ich hatte anschließend einen ganz roten Kopf!
Eine tolle Idee ist auch Salzteig. Dazu nimmst du 2 Tassen Mehl, 2 Tassen Salz, 1/2 Tasse Wasser, 1 Teelöffel Öl und 2 Esslöffel Tapetenkleister. Das ganze gut durchkneten. Mach Klarsichtfolie um den Teig und lass ihn 30 Minuten ruhen. Dann alles nochmal gut durchkneten und nun kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Forme lustige Hasen oder Eier oder was dir halt gerade einfällt. Mach den Teig dabei aber nicht zu dick, sonst muss er nachher so lange backen.
Wenn du fertig bist, lass deine Figuren über Nacht stehen, bevor du sie in den Backofen schiebst. Der Ofen muss auf 75° C vorgeheizt sein. Pro 1/2 cm Dicke deines Teiges müssen deine Figuren 1 Stunde backen.Wenn du möchtest, kannst du den Teig auch mit Kakaopulver, Paprikapulver oder Lebensmittelfarben bunt einfärben oder du malst dein Kunstwerk nach dem Backen an.
So, nun wünsche ich dir viel Spaß in den Osterferien. Hoffentlich findest du viele Eier!
Bis zum nächsten Mal und Frohe Ostern!!
FEBRUAR:
Na, warst du heuer auch wieder als Pirat, Prinzessin oder Vampir unterwegs? Ich finde es immer wieder superlustig, wie man sich im Fasching verkleiden kann. Schade, dass die Faschingszeit dieses Jahr nur so kurz war und unsere Verkleidungskiste nun wieder im Keller verstaut ist. Von Karneval, Fastnacht und Fasching habe ich dir ja letztes Jahr schon einiges erzählt (wenn du Lust hast, kannst du einfach mit der Maus auf dieser Seite runterrollen und noch mal nachlesen).
Heute will ich dir von einem anderen Tag erzählen, der auch im Februar war und der etwas ganz spezielles ist: Der Valentinstag! Er ist immer am 14. Februar und vielleicht hast du ja auch an diesem Tag eine Kleinigkeit bekommen oder sogar an jemanden verschenkt? Also: Der Valentinstag ist eigentlich der "Tag der Liebenden". Man schenkt dem Menschen, den man lieb hat ein paar Blumen, leckere Pralinen oder einfach nur eine hübsche Karte mit netten Worten oder einem Gedicht.
Du weißt ja mittlerweile, dass ich ein ziemlich neugieriger Hund bin und deshalb habe ich natürlich auch nachgelesen, wer diesen Tag erfunden hat: Der Legende nach gab es früher mal den Bischof Valentin. Er lebte in der italienischen Stadt Terni. Dieser Bischof hat in seiner Stadt die Liebenden getraut. Das ist ja eigentlich nichts besonderes, doch jetzt kommt es: Er hat auch Soldaten verheiratet, die nach damaligem kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mußten. Zur Hochzeit soll er dem Brautpaar immer noch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Das fand der Kaiser natürlich gar nicht lustig und so wurde Bischof Valentin am 14.2.269 von Kaiser Claudius II enthauptet! Das war ja wirklich gar nicht nett!!!
Naja, auf alle Fälle schenkt man seitdem seiner Geliebten am 14. Februar eine kleine Aufmerksamkeit. Ganz klar, dass ich neben meinen Freunden Benny und Brummi auch ganz speziell an meine Mona dachte und ich hoffe ganz doll, sie hat sich über die Blumen und den Mohrenkopf gefreut...
JANUAR:
Hallo liebe Freunde! Habt ihr die Weihnachtsferien gut hinter euch gebracht und seid gut ins neue Jahr gerutscht? Habt ihr tolle Geschenke zu Weihnachten bekommen? Ich bin ja immer ganz aufgeregt, wenn am Heiligen Abend die vielen hübschen Päckchen unter dem Christbaum stehen und ich kann es gar nicht erwarten, bis sie endlich geöffnet werden. Und ich kann euch sagen, das war diesmal noch aufregender: Da stand nämlich neben dem Baum ein großer Käfig! Natürlich hatte ich keine Ahnung, was sich darin verbirgt und steckte sofort meine Nase durch das Gitter. Doch außer Stroh- und Heugeruch konnte ich nichts erschnuppern. Selbst mit meinen Adleraugen konnte ich nichts entdecken, doch mein Instinkt sagt mir, dass dieser Käfig sicherlich für ein Tier bestimmt ist. Ich bekam schon Panik, weil ich befürchtete, dass er vielleicht für mich gedacht ist!!! Doch warum sollte mich meine Familie in einen Käfig einsperren?
Ich erinnerte mich daran, dass mir mal jemand erzählt hatte, dass die Menschen nur lebende Tiere einsperren oder an die Leine nehmen. Und so war es dann tatsächlich auch: Nach den Weihnachtsfeiertagen kam Melanie eines Nachmittags ganz aufgeregt ins Wohnzimmer. In der Hand hielt sie eine kleine Schachtel, die sich heftig bewegte. Mit glänzenden Augen erklärte sie mir: Schau mal Wuffi, wen wir da mitgebracht haben. Das ist Pauline! Sie legte die Schachtel vorsichtig in den Käfig und öffnete sie an einer Seite. Und ich konnte gar nicht so schnell schauen, da flitzte ein kleines graues Etwas ganz flink heraus. Ich dachte erst, es ist eine Maus, aber Melanie erklärte mir, dass Pauline ein Zwerghamster ist und nun Mitglied unserer Familie wird.
Naja, und seitdem lebt also Pauline in unserem Wohnzimmer. Ich habe mich auch gleich mit ihr angefreundet, wobei sie noch ziemlich scheu ist. Leider darf sie deshalb momentan auch noch nicht aus ihrem Käfig raus und ich passe mit meinem dicken Hintern natürlich auch nicht rein. Es ist deshalb ein wenig schwierig, mit ihr zu spielen. Aber trotzdem bin ich mir sicher, dass wir gute Freunde werden und ich werde euch bestimmt auch noch öfter von ihr erzählen!
DEZEMBER:
Hier bin ich wieder: Fit und gesund! Tja, irgendwie ging es uns im November gar nicht so gut. Es fing alles damit an, dass unser Affi eines Tages Kopfschmerzen hatte. Um ihn zu schonen, legten wir ihn ins große Wasserbett, doch es wurde leider nicht besser. Es war ihm ständig kalt und er bekam sogar Fieber. Wir versuchten, ihn mit warmen Tee und viel Ruhe gesund zu pflegen, aber als er dann auch noch Halsschmerzen und Schnupen bekam, hatten wir schon Angst, dass er vielleicht die Schweinegrippe hat. Du hast sicher in den Nachrichten schon davon gehört, dass diese Grippe sehr ansteckend und gar nicht so ungefährlich ist. Wir hielten deshalb ein wenig Abstand zu Affi und wuschen uns immer wieder ganz gründlich unsere Pfoten.
Wir waren unheimlich froh, als der Arzt nur einen "grippalen Infekt" feststellte. Trotz aller Vorsicht steckten wir uns natürlich an: Brummi hustete, Benny hatte Halsweh und ich brauchte ein Taschentuch nach dem anderen für meine schniefende Nase. Und irgendwie war es ganz klar, dass es nicht lange dauerte, bis sich auch unsere Menschenfreunde Melanie, Sabine und Bernd diesen Infekt einfingen...
Es dauerte ungefähr eine Woche, dann ging es uns allen wieder ein wenig besser und wir freuten uns riesig auf das bevorstehende Wellness-Wochenende! Ruhe und Entspannung - das kam doch jetzt gerade recht! Unser Hotel in Bad Aibling kannte ich schon und so stürzte ich mich gleich ins Schwimmbad, den Wirlpool und natürlich auf das leckere Abendessen!!
Um meine Abwehrkräfte wieder zu stärken traute ich mich sogar mal in die Sauna. Puh, war das heiß! Am Anfang war es ja noch ganz angenehm, doch es dauerte nicht lange, da lag ich schweißgebadet und hechelnd auf meinem Handtuch. Mit Schrecken dachte ich an das Abenteuer im Dampfbad, von dem ich dir in meinem Buch auch schon erzählte. Doch mittlerweile hatte ich gelernt, wie man die Türe aufdrücken konnte und ich erfrischte mich mit einer eiskalte Dusche...
Ja, und nun ist wieder Adventszeit angesagt. Die Zeit mit leckeren Plätzchen, glitzernden Lichterketten, klingenden Liedern und Weihnachtsmärkte mit herrlichen Düften! Und natürlich hängt an der Wand auch wieder ein Kalender mit 24 kleinen, geheimnisvollen Päckchen. Ich liebe diese Zeit und ich freue mich schon darauf, wenn wieder ein großer Tannenbaum in unserem Wohnzimmer stehen wird.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Advent! Versuche einfach mal, dich nicht von der Hektik, die viele Menschen im Moment in sich tragen, anstecken zu lassen! Genieße die Zeit mit heißem Tee, Dominosteinen und Lebkuchen und lass es dir einfach gut gehen!!
Ach ja, und immer daran denken: Ordentlich die Hände waschen!
NOVEMBER:
Leider kann ich euch im Moment nichts neues schreiben, weil wir alle krank sind...
OKTOBER:
Hallo meine Freunde! Es wird schön langsam Herbst und ich genieße die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres. Wir hatten die letzten Wochen ein paar ganz tolle sonnige Tage und es ist natürlich klar, dass ich als Münchner Hund auch das Oktoberfest besuchte. Ich bin ja immer wieder erstaunt von den vielen rasanten Fahrgeschäften, die es da gibt. Und noch unglaublicher finde ich es, dass sich die Leute freiwillig in diese Teile reinsetzen und sich in alle Himmelsrichtungen verdehen lassen! Nun, mir ist das immer ein wenig unheimlich und so freute ich mich umso mehr, dass wir eines der letzten Wochenenden dazu nutzten, dem Trubel zu entfliehen und mal wieder in die Berge zu fahren!
Wir fuhren nach Österreich zum Berg "Hohe Salve". Mit der Seilbahn ging es erst mal ein Stück nach oben und wir marschierten dann ein paar Wanderwege entlang. Das hat mir spitzenmäßig Spaß gemacht, denn da gab es immer wieder neue Dinge zu entdecken: Wir konnten in einer Imkerei den fleißigen Bienen zusehen, durften aus Wachs eine Kerze basteln, dann gab es einen langen Barfußweg, der natürlich wie für mich gemacht war! Es ging über Steine und Holz, auf Kieseln in einem Bach entlang und wir durften sogar in einen Trog mit Moor steigen. Kennst du Moor? Das sieht aus wie braune Matsche und fühlt sich auch genauso an. Es soll gut für den Körper sein, aber meine Pfoten waren anschließend schwarz wie Schokolade und es dauerte bestimmt zehn Minuten, bis ich sie wieder einigermaßen sauber abgewaschen hatte...
Am Weg entlang gab es immer neue Überraschungen. Da kam ein Baumhaus, eine Hängebrücke und eine hölzerne Wasserleitung, an der man das Wasser aufstauen konnte. Meine Lieblingsstation war allerdings, als ich mit Melanie zusammen einen Brotteig machen durfte. Wir klebten den Teig an einen langen Stock vorne dran und hielten es über ein Lagerfeuer. Und innerhalb von ein paar Minuten entstand herrliches Stockbrot! Mmmhhh, war das lecker!!! Übrigens heißt dieses Gebiet hier, das speziell für Kinder angelegt wurde "Hexenwasser". Die Seilbahnstation ist in Söll und wenn du mal Lust auf ein wenig Natur hast und gleichzeitig was erleben willst, dann überrede deine Eltern einfach, dorthin zu fahren!
Übrigens waren wir nach unseren Rundwegen noch richtig Bergsteigen. Sabine hatte die Idee, von der Mittelstation den Berg bis nach oben zu wandern. Hörte sich ja nett an, war aber ziemlich anstrengend. Naja, wie das wandern in den Bergen nun mal so ist. Ich kam ganz schön ins Schwitzen und Hecheln, als wir querfeldein über Steine und Wiesen bergauf marschierten. Mein kleines Herz pumpte ganz heftig, aber natürlich wollte ich nicht aufgeben! Und als wir dann endlich oben ankamen, war ich überglücklich. Der Ausblick von hier oben war einfach herrlich. Soweit ich blicken konnte waren da Wiesen, Wälder und Berge. Ja, es hatte sich gelohnt, durchzuhalten und nicht aufzugeben und ich war ziemlich stolz auf mich!
SEPTEMBER:
Die Sommerferien sind nun fast vorbei und natürlich will ich dir heute erzählen, wie ich sie verbracht habe: Ich war mit meiner Familie für zwei Wochen in Lanzarote! Das ist eine spanische Insel, die kurz vor Afrika liegt. Die Landschaft dort war ganz anders als bei uns. Soweit mein Auge reichte, sah ich überall schwarze Steine liegen. Ich suchte nach Gras, Wiese, Bäumen oder Blumen. Aber die gab es so gut wie nirgends! Die Steine waren manchmal ganz klein wie Kieselsteine, aber auch riesig groß und man konnte prima auf ihnen rumklettern. Ganz klar, dass es mir super Spaß machte, über sie zu hüpfen!
Mittlerweile weiß ich auch, warum es dort nur Steine gab. Wir machten nämlich mal einen Ausflug in den "Timanfaya"-Nationalpark und man erklärte uns, dass es auf Lanzarote fast 100 (!) Vulkane gibt! Vor langer Zeit spuckten diese Vulkane riesige Fontänen von glühend heißer Lava aus. Die Lava bedeckte fast die ganze Insel und alles Leben unter ihr verbrannte. Deshalb sieht man überall nur noch diese schwarzen Steine: Es ist erkaltete Lava! Ich bekam richtig Gänsehaut, als ich das hörte und ich hoffte, dass die Vulkane die nächsten 14 Tage nicht vorhatten, wieder aktiv zu werden...
Wir durften dann bei einer Rundfahrt auch einige der Vulkane genauer betrachten. Sahen eigentlich ganz hübsch aus, wie sie so braun-rot in der Sonne schimmerten. Sie waren fast so groß wie unsere Berge, nur oben nicht spitz, sondern mit einer runden Öffnung, aus der damals die Lava geströmt ist. Ein Mann sagte uns, dass das Innere dieser Erde an manchen Stellen immer noch total heiß ist. Er gab uns ein paar kleine Steinchen in die Hand und meinte lachend: Das ist ein Souvenier. Der hatte uns ganz schön angeflunkert, denn sie waren so heiß, dass ich vor Schreck meine Pfote gleich wieder zurückzog. Gleich nebenan gab es einen Grill, auf dem herrlich riechende Hähnchenschenkel lagen. Und dreimal darfst du raten, womit dieser Grill beheizt war? Richtig: Es war einfach nur ein Loch im Boden und die Hitze des Vulkans reichte aus, um dieses Fleisch so lecker bruzzeln zu lassen!
Sogar an den Stränden fanden wir die schwarze Farbe wieder: Es gab dort tatsächlich schwarzen Sand! Mit meinem Spürsinn entdeckte ich natürlich sofort, dass in diesem Sand kleine grüne Teilchen schimmerten. Und als auch Sabine sie sah, meinte sie ganz aufgeregt: Das sind Kristalle. Sie heißen "Olivin". Ganz klar, dass wir den ganzen Nachmittag damit beschäftigt waren, den Sand zu sieben und die Kristalle zu sammeln!
Die einzigen Pflanzen, die in dieser kargen Landschaft wuchsen, waren Kakteen. Und so war es nicht verwunderlich, dass es auf der Insel einen "Kakteen-Garten" gab. Natürlich besuchten wir den auch und ich war erstaunt, wie viele verschiedene dieser stacheligen Gesellen es gibt. Ganz viele hatten total schöne und herrlich duftende Blüten! Weniger erfreut war ich allerdings, als Sabine die Idee hatte, mich auf einen Kaktus zu setzen, um ein Bild zu machen. Melanie schrie noch warnend: Das tut ihm bestimmt weh! Doch ich konnte gar nicht so schnell schauen, da saß ich auch schon mittendrin. Das war wirklich nicht nett !! Das Foto ist ja wirklich ganz hübsch geworden, aber Melanie hatte leider Recht: Es piekste fürcherlich in meinem Hinterteil und wir waren anschließend mindestens 15 Minuten damit beschäftigt, diese ekligen Stacheln wieder zu entfernen...
Zum Schluß will ich dir heute noch erklären, wie ein Vulkan entsteht. Sicher weißt du ja, dass unsere Erde eine Kugel ist. Ganz in ihrem Inneren befindet sich der Erdkern, um ihn herum befindet sich der Erdmantel. Diese beiden Schichten sind sehr, sehr heiß und sie bestehen aus einer zähflüssigen Masse. Man nennt diese Masse auch Magma. Ganz außen um unsere Erde befindet sich die Erdkruste. Das ist sozusagen der harte Boden unter unseren Füßen. Diese Kruste besteht aus mehreren Platten, die sich ein wenig bewegen. Sie schwimmen quasi auf der zähflüssigen Magma darunter. Nun passiert es manchmal, dass die Platten aneinander stoßen und dabei aufbrechen. In den Zwischenräumen kann die Magma nun nach oben quillen. Wenn die Magma die Erdkruste durchbrochen hat, nennt man sie Lava und: Ein Vulkan ist entstanden!
AUGUST:
In den letzten Wochen war bei mir so viel los, dass ich gar nicht weiß, wo ich nun mit dem Erzählen anfangen soll! Also, erst mal war ich ein Wochenende lang in Hamburg. Das ist die Stadt mit dem größten Hafen in ganz Deutschland! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele riesige Schiffe ich da gesehen habe! Die waren so groß, dass ich mir daneben wie eine kleine Ameise vorkam... Damit man die Waren leichter mit den Schiffen transportieren kann, werden sie in Container eingeladen. Das sind große Eisenkästen, die man mit Kränen hochheben und dann ganz praktisch auf den Schiffen stapeln kann. Ich wunderte mich ziemlich, dass die bei dem Gewicht nicht untergehen!
Natürlich besuchten wir auch den "Hamburger Michel". Das ist eine Kirche und das Wahrzeichen von Hamburg. War ganz schön anstrengend, die vielen Treppen auf den Turm hochzumarschieren! Und wir waren in einem Musical. Das ist so etwas ähnliches wie ein Theater, aber es wird dabei ganz viel gesungen. Es hieß "König der Löwen" und erzählte eine Geschichte von ganz vielen Tieren aus Afrika. Mir hat das total gut gefallen und falls du mal nach Hamburg kommen solltest, musst du da unbeding hingehen!!
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Wir hatten viel Spass an diesem Wochenende, doch es gab im letzten Monat auch ein Ereignis, das mich ziemlich traurig machte: Wir mussten Abschied von unserer Tante Helga nehmen. Wenn du mein Buch gelesen hast, dann weißt du vielleicht noch, dass sie immer mal wieder ins Krankenhaus zur Dialyse gegangen ist. Sie musste das tun, weil ihre Nieren nicht mehr richtig funktionierten und bei einer Dialyse übernimmt sozusagen eine Maschine die Arbeit der Niere. Dabei wird das Blut sauber gemacht und Wasser (das da nicht hingehört) entzogen. Naja, wie gesagt ging es der Tante Helga in letzter Zeit nicht besonders gut, sie war sehr schwach und hatte oft Schmerzen. Und so kam es, dass sie eines Tages einschlief und nicht mehr aufwachte. Ich verstand erst gar nicht, warum sie nun nicht mehr da ist, bis mir Melanie erklärte, dass sie gestorben ist.
Vielleicht warst du ja auch schon mal auf einer Beerdigung und musstest Abschied von einem lieben Menschen nehmen. Für mich war es das erst Mal und es war auch das erst Mal, dass ich auf einem Friedhof stand. Da gab es ganz viele Gräber nebeneinander. Und in so ein Grab wurde auch unsere Tante Helga gelegt. Naja, eigentlich war es nur ein kleines Gefäß, in der ihre Asche drin war. Man nennt das Urne. Auf dem Grab standen viele Blumen, bunte Kerzen und unter dem Kreuz ein kleiner Engel. Eigentlich sah es sogar recht hübsch aus. Und trotzdem tat mir der Gedanke, dass ich sie nie mehr wiedersehen werde, ziemlich weh in meinem kleinen Herzen. Es kullerten dicke Tränen über meine Wangen, als ich gemeinsam mit Melanie ein wenig Weihwasser auf das Grab spritzte. Es war mir erst ein wenig peinlich, aber Sabine meinte, dass es ganz okay ist, wenn man weint, weil man traurig ist. Natürlich war ich traurig und ich machte mir auch Sorgen: Ob es ihr nun gut geht? Ob sie vom Himmel auf uns herunterblickt? Ob sie nun endlich keine Schmerzen mehr hat? Es waren Fragen, die mir auch die Erwachsenen nicht beantworten konnten und trotzdem gab es jemand, der mir half, eine Antwort zu finden. Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein, aber ich glaube, in einem unbeobachteten Augenblick blinzelte mir der kleine Engel mit einem Auge zu...
Ja, ich bin mir sicher, es geht ihr gut!!!
Am Sonntag habe ich meinen Geburtstag gefeiert. Ich bin drei Jahre alt geworden! Ich war mit meinem Freund Brummi im Garten und haben den sonnigen Tag genossen. Meine Melanie ist diese Woche mit ihren Freundinnen im Zeltlager. Es ist ein seltsames Gefühl, ohne sie zu sein. Aber sie wollte mich nicht mitnehmen, weil sie meinte, dass ich vielleicht verloren gehen. Ich hoffe, sie schafft das ohne mich. Sie fehlt mir schon ziemlich und ich freue mich darauf, wenn sie endlich wieder bei mir ist. So, jetzt mache ich Schluß. Ich habe euch heute wirklich viel erzählt. Bis zum nächsten Mal!
JULI:
"Wuffi und der Fluch des Pharaos". Hört sich ganz schön abenteuerlich an, nicht wahr? Aber keine Angst. Bei unserem Urlaub in Ägypten habe ich keine Bekanntschaft mit einer rachsüchtigen Mumie gemacht. Obwohl es manchmal schon ganz schön spannend und unheimlich war! Wir haben viele Pyramiden besucht und ich war ganz überrascht, wie viele es davon gibt! Die erste Pyramide, die gebaut wurde, war die sogenannte "Stufenpyramide" von König Djoser. Woher sie ihren Namen hat, siehst du an ihrer Form. Schau dir einfach mal das Foto unter diesem Text an!
Naürlich haben wir auch die drei berühmten Pyramiden von Gizeh besichtigt. Sie stehen direkt am Rande der Hauptstadt Kairo und wurden von den Pharaonen (das sind ägyptische Könige) Cheops, Chephren und Mykerinos vor über 2000 Jahren gebaut. Die Pyramiden dienten als Grabstätten für die Pharaonen. Ich war ganz schön aufgeregt, als ich mitbekam, dass wir auch in die Pyramiden reingehen dürfen. Das war wie im Labyrinth! Ganz enge, dunkle Gänge führten steil bergab und bergauf. Ich war froh, dass ich im Rucksack von Sabine sicher verstaut war. Der Tunnel war so niedrig, dass ich immer wieder an der Decke anstieß, obwohl Sabine ganz geduckt und vorsichtig den Weg entlang ging. Am Ende des Tunnels kam dann eine große Kammer, in der ein großer Steinklotz stand, in dem früher mal der Sarkophag (das ist der Sarg) lag. Die Luft war ziemlich stickig, ich schwitzte und begann zu hecheln. Irgenwie war es mir unheimlich in dem Raum. Wenn ich nur daran dachte, wieviele riesige und schwere Steine über mir waren, wurde mir ganz schummrig. Und es war schon auch ein seltsames Gefühl, an einem Ort zu stehen, an dem vor vielen, vielen Jahren mal ein toter König gelegen hat!Ob er wohl etwas dagegen hätte, dass ich hier stehe? Ich war doch ziemlich froh, als wir endlich den Rückweg antraten und mir endlich wieder die Sonne auf die Nase kitzelte...
Und dann besuchten wir auch noch den Sphinx. Das ist eine riesige Steinfigur mit einem Löwenkörper und einem Menschenkopf. Vielleicht hast du ihn in einem Buch oder im Fernsehen auch schon mal gesehen. Er wurde damals gebaut, um die Pyramiden zu bewachen. Das wäre doch auch ein toller Job für mich! Obwohl ich bei der Hitze bald ziemlich froh über ein schattiges Plätzchen war...
JUNI:
Na, hattet ihr viel Spaß beim Lesen der neuen Geschichte? (Falls du sie noch nicht gelesen hast, klick links einfach auf "eine neue Geschichte". Ist es nicht unglaublich, wie nervig und egoistisch diese kleine Maus war? Aber bevor ich hier noch weiter über sie schimpfe, muss ich mich auch mal selber "an der Nase" nehmen. Jeder von uns hat doch manchmal Momente, wo er nur an sich selber denkt und andere Leute damit nervt! Und hin und wieder tut man es sogar absichtlich... Deshalb will ich die kleine Maus gar nicht weiter verurteilen. Im Gegenteil. Sie wohnt ja nun bei uns zuhause und obwohl wir noch keine dicken Freunde geworden sind, kommen wir ganz gut miteinander aus.
Letzte Woche hatte meine Melanie Kommunion. Das war vielleicht ein aufregender Tag. Sie hatte ein ganz tolles weißes Kleid an und ich durfte in Sabines Tasche versteckt sogar mit in die Kirche gehen. Das besondere an diesem Tag war, dass die Kommunionkinder zum ersten Mal eine Hostie bekamen. Das ist diese kleine runde Oblate, die der Pfarrer immer verteilt. Nur zu gerne würde ich so eine auch mal probieren, aber das geht natürlich nicht. Dafür gab es anschließend mit allen Verwandten ein total leckeres Essen bei unserem Lieblingsitaliener. Und am Nachmittag durfte ich zusammen mit Melanies Freundinnen auf den Olympiaturm fahren. Wow, das war vielleicht hoch! Die Häuser unten sahen aus, als wären sie aus Legosteinen! Es war wirklich ein ganz toller Tag. Aber nun freue ich mich schon auf die Pfingstferien. Wir fliegen nämlich zu den Pyramiden von Ägypten! Und ich bin ja schon total gespannt, was mich da alles erwartet...
MAI:
Endlich ist der Frühling da! Ist es nicht toll, wie die Welt endlich wieder grün wird? Kannst du dich noch daran erinnern, wie ich dir im Herbst erzählt habe, warum die Bäume ihre Blätter verlieren? Jetzt ist es also an der Zeit, dass endlich neue Blätter und Knospen nachwachsen. Und ich finde es ganz wundervoll, wie die vielen Gänseblümchen und Tulpen einen bunten Teppich auf die Wiesen und Blumenbeete zaubern. Ich habe in unserem Garten sogar schon die ersten Maiglöckchen entdeckt. Wie herrlich die duften!!!
Im letzten Monat ist auch etwas ganz Spannendes passiert. Es war eine ziemlich aufregende Geschichte und meine ganzen Qualitäten als Beschützer waren mal wieder gefragt. Ich möchte euch das gerne ein wenig ausführlicher erzählen, deshalb klick doch einfach im Verzeichnis links bei "eine neue Geschichte". Bis dann und genießt den Frühling in vollen Zügen!
APRIL:
Gibt es den Osterhasen wirklich?? Ich glaube, ich habe ihn gesehen... Neulich waren wir in unserem Garten und da lag doch tatsächlich in meiner Hängematte im Baum ganz gemütlich ein großer, dicker Hase! Ich habe mich natürlich gleich zu ihm gesetzt und wollte diese Frage endlich geklärt haben. Aber er hat leider die ganze Zeit geschlafen. Er schien ziemlich k.o. zu sein und ich wollte ihn deshalb nicht wecken. Als ich dann mal zur Toilette musste und wieder zurückkam, war er leider nicht mehr da. So kann ich euch die Frage, ob es ihn wirklich gibt, leider nicht eindeutig beantworten.
Aber dafür habe ich mich natürlich auch wieder ein wenig erkundigt, was es denn mit dem Osterfest und seinen Bräuchen so auf sich hat. Hier ein paar Erklärungen: Erst mal ist Ostern für die Christen das Fest der Auferstehung von Jesus. Früher war es auch das Fest des Frühlingsanfangs. Irgendwann legte man diese beiden Feste auf eines zusammen. Doch bereits lange vor Christus gab es die germanische Frühlingsgöttin "Ostara". Von ihr leitete sich der Name "Ostern" ab. Und dreimal dürft ihr raten, welches Tier sie an ihrer Seite hatte? Richtig: Einen Hasen!!
Der Hase galt auch bereits bei den alten Ägyptern und Persern als ein Symbol der Fruchtbarkeit. Weil der Hase nämlich gerade im Frühling unheimlich viele und oft junge Häschen bekommt! Auch das Ei ist ein Zeichen für neues Leben, weil aus dieser scheinbar harten und toten Schale wieder neues Leben schlüpft. Und nachdem Ostern das Fest für Neuanfang und Erneuerung ist, passen deshalb Hase und Eier prima dazu!
Und noch etwas habe ich gelesen, warum es zu Ostern Eier gibt. Es hängt mit der Fastenzeit zusammen, von der ich euch im März erzählt habe. Während der 40 Tage durfte man früher nämlich auch keine Eier essen. Nun haben die Hühner aber natürlich weiterhin ihre Eier gelegt und deshalb gab es zu Ostern einen ziemlich "Eier-Überschuss". Da war es eine gute Idee, diese zu verschenken! Es gab früher sogar mal ein "altdeutsches Eiergesetz". Laut dieser Verordnung musste man seine Grundsteuer in Eiern bezahlen. Und der Stichtag für diese Bezahlung war - Ostern !
Ostern feiert man übrigens nicht an einem bestimmten Kalendertag. Das Datum richtet sich nach dem Mond. Ostersonntag ist immer am ersten Vollmond nach Frühlingsanfang.
So, nun ist aber genug mit Eiern, Hasen und Ostern ! Ich wünsche euch allen ein fröhliches Suchen und gaaaaanz viele lecker gefüllte Nester! Und allen Kindern natürlich schöne Ferien!!!!!
MÄRZ:
Nun ist also tatsächlich schon März und ich habe es ganz verpasst, im Februar einen Eintrag hier zu machen! Ich hoffe, ihr könnt mir nochmal verzeihen... Nun, was hat sich in letzter Zeit so alles getan? Erst mal habe ich mich natürlich riesig über den vielen Schnee gefreut! Ich habe mit meinem Freund Brummi einen Schneemann gebaut und wir hatten viel Spaß, mit dem Schlitten über die schneebedeckten Hügel zu rutschen. Ich mußte unweigerlich an mein Schlitten-Abenteuer im Ostpark zurückdenken. Du kannst es in meinem Buch ab Seite 114 nachlesen.
Und dann war die Faschingszeit! Wow, war das lustig! Ich war diesmal als Pirat unterwegs und konnte gar nicht genug bekommen von diesen herrlichen Festen und Umzügen. Wie witzig alle Leute verkleidet waren! Und es gab soooo leckere Faschingskrapfen!! Natürlich habe ich mich auch wieder ein wenig schlau gemacht, was es mit diesem Fasching denn so auf sich hat. Warum feiern wir Fasching? Weil es Spaß macht! Ja, klar, das auch. Aber es gibt tatsächlich einen Grund dafür. Erst mal habe ich herausgefunden, daß es viele verschiedene Namen für dieses bunte Treiben gibt. Manche sagen auch Karneval oder Fastnacht. In Venedig (das ist in Italien) tragen die Menschen ganz tolle Kostüme und Masken, in Rio de Janeiro (das ist in Brasilien) geht es ziemlich heiß her (naja, da sind die Temperaturen ja auch ein wenig wärmer als bei uns) und in New Orleans (in Amerika) feiert man mit bunten Perücken den "Mardi Gras".
Nach der Faschingszeit (also ab dem Aschermittwoch) ist bis Ostern die sogenannte "Fastenzeit". Sie dauert 40 Tage und während dieser Zeit soll man im Hinblick auf das Osterfest ein wenig fasten. Das heißt, man versucht, auf üppiges Essen, auf Süßigkeiten (und die Erwachsenen auf Alkohol...) zu verzichten. Und damit diese Zeit nicht ganz so schwer fällt, wird voher nochmal kräftig gefeiert: Nämlich der Fasching ! Deshalb auch der Name: Fast-Nacht. Naja, wenn ich das Bäuchlein unter mir so ansehe, kann es mir bestimmt auch nicht schaden, mit dem Essen mal wieder ein wenig kürzer zu treten...
JANUAR:
Hallo liebe Freunde! Erst mal möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Grüße bedanken, die ich zu Weihnachten von euch per Mail, Post, in meinem Gästebuch und natürlich auch persönlich erhalten habe. Ich hoffe, ihr seid alle auch gut ins neue Jahr gerutscht! Apropos rutschig: Gestern war ich mit meiner Familie am Feringasee und ich war ziemlich erstaunt, wie der nun aussieht. Da war gar kein Wasser wie im Sommer! Nein, da sind ganz viele Leute darauf rumspaziert und mit Schlittschuhen gelaufen! Ich hatte erst ein wenig Angst, dieses Eis zu betreten, aber es hat dann doch ziemlich Spaß gemacht und in der Sonne hat es ganz herrlich geglitzert.
Nachdem ich ja ziemlich neugierig bin, hat mir Sabine heute erklärt, wie das so funktionert mit dem Schnee und Eis. Wollt ihr es auch wissen? Bitte schön: Also, im flüssigen Wasser gibt es Wassermoleküle. Diese Moleküle sind ziemlich chaotisch. Sie sind genau so wie ich: Sie bewegen sich ständig und flitzen immer hin und her. Wenn es nun kälter wird und ca. 0°C erreicht, dann werden die Moleküle langsamer. (Kein Wunder - wenn es kalt ist, mag ich auch nicht rumflitzen!). Die Moleküle kuscheln sich aneinander und verbinden sich so zu Ketten. Damit ist ein Eiskern entstanden! Wenn das Wasser ganz langsam friert, dann ist es richtig durchsichtig. Das sah auf dem See ganz schön gefährlich aus. Es gab aber auch viele Stellen, an denen das Eis ganz weiß war. Da war das Wasser beim Einfrieren unruhig und es ist Luft mit eingefroren. Durch die Lichtbrechung erscheint das Eis dann für unser Auge weiß. Puh, das ist ja ganz schön kompliziert!
Und wie ist das nun mit dem Schnee? Eigentlich müßte doch Eis vom Himmel fallen, wenn es unter 0°C hat!? Ganz einfach: Schnee bildet sich aus Wasserdampf! Wenn der Wasserdampf der Wolken zu Schnee verwandelt wird, entstehen diese ganz tollen Kristalle in Form von Schneeflocken. Du mußt dir mal eine genau ansehen! Es sind ganz faszinierende Gebilde und jede sieht anders aus!
So, nun ist's genug für heute. Ich werde mich jetzt ganz gemütlich aufs Sofa kuscheln. Denn trotz Sonnenschein ist es eisig kalt draußen...
WEIHNACHTEN:
Wart ihr an Weihnachten auch so aufgeregt wie ich? Ich konnte es gar nicht erwarten, bis ich endlich ins Wohnzimmer durfte und diesen tollen Christbaum mit den glitzernden Kugeln und Lametta sah. Die lila und silbernen Kugeln leuchteten wie die Sterne am Himmel! Aber was ich natürlich noch aufregender fand, waren die ganzen Päckchen, die da rund um den Baum lagen. Und ich entdeckte auch gleich eines, auf den das Christkind meinen Namen geschrieben hatte. Soll ich euch verraten, was drin war? Ich bin nun Besitzer einer eigenen Wärmflasche! Bei diesem kaltem, eisigem Wind heute draußen ist das herrlich kuschelig und ich geniesse es, einfach nur auf dem Sofa zu faulenzen...
DEZEMBER:
Nun ist sie also wieder da: Die Adventszeit. Es ist eine ganz besondere Zeit und ich liebe sie, denn sie verbirgt sooo viele Überraschungen! Überall glitzert und funkelt es. Die Kerzen flackern im Lichterschein. Am Christkindlmarkt hört man weihnachtliche Musik. Es duftet nach frisch gebackenen Plätzchen und auf meinen morgendlichen Spaziergängen in der Wohnung entdecke ich immer wieder ganz geheimnisvolle Päckchen... Und ihr werdet es nicht glauben: Ich habe doch tatsächlich den Nikolaus getroffen!! Ich war ziemlich aufgeregt, denn als ich ihn vor zwei Jahren zum ersten Mal gesehen habe, war das ja ziemlich spannend (du kannst das in meinem Buch im Kapitel "Nikolaus" nachlesen). Doch er war sehr nett zu mir und sein Bart war richtig kuschelig!
So, nun wünsche ich dir noch eine schöne Vorweihnachtszeit. Laß dich nicht von der Hektik anstecken, die viele Leute momentan in sich haben, sondern geniesse die Zeit mit offenen Augen und Ohren und freue dich über diese ganz besonderen Tage!
AKTUELL:
Im Rahmen der Kinder-Spieltage "Abenteuer-Welten" im Pfarrsaal von St. Wolfgang (St-Wolfgangs-Platz 9) wird Sabine dort am 20.11.08 von 16.00 bis 17.00 Uhr aus meinem Buch vorlesen. Natürlich bin ich auch mit dabei und du kannst mich persönlich kennen lernen. Ich freue mich auf dich!
NOVEMBER:
Diese Woche war der Namenstag des Heiligen Sankt Martin. Ich durfte diesen Tag auch letztes Jahr schon erleben. Du kannst davon in meinem Buch im Kapitel "Es wird Winter" nachlesen. Trotzdem will ich dir heute noch ein wenig von diesem Ereignis erzählen. Es war nämlich ganz toll, als ich am Abend mit den Kindern und ihren bunten Laternen beim Umzug mitgehen durfte.
Ich habe auch erfahren, warum es bei diesem Fest eigentlich geht: Der heilige Martin war ein Soldat. An einem bitterkaltem Wintertag war er mit seinem Pferd unterwegs und sah am Straßenrand einen Bettler frierend am Boden sitzen. Alle Menschen, die er anflehte, gingen achtlos an ihm vorbei. Martin aber hatte Mitleid. Er nahm seinen Mantel, teilte ihn mit seinem Schwert in der Mitte durch und reichte eine Hälfte dem Bettler.
Ganz schön cool, was er da gemacht hat. Findest du nicht ? Der Bettler hat sich bestimmt riesig gefreut. Möchtest du nicht auch mal wieder jemanden eine Freude bereiten ? Du mußt dafür nicht unbedingt deine Klamoten teilen: Es reicht oft ein nettes Wort, eine freundliche Geste, ein fröhliches Lächeln oder ein paar kurze Zeilen, um einem Menschen ein wenig Sonne ins Herz zu zaubern. Probier es einfach mal aus !! Du wirst sehen, es ist ein unglaublich schönes Gefühl, Freude zu verschenken !
OKTOBER:
Hast du schon entdeckt, wie die bunten Blätter der Bäume im Moment zu Boden fallen? Das sieht doch ganz toll aus, wie die roten, orangen und gelben Blätter in der Herbstsonne glänzen! Weißt du eigentlich, warum die grünen Blätter nun plötzlich so eine schöne Farbe bekommen? Ich will versuchen, es dir zu erklären:
Eigentlich sind die Blätter nämlich das ganze Jahr bunt. Man kann es nur nicht sehen, weil das Grün der Blätter so kräftig ist, daß es alle anderen Farben überdeckt. In dem Grün der Blätter speichert der Baum einen sehr wichtigen Stoff für ihn, das sogenannte "Chlorophyll". Den ganzen Sommer über ist der Baum damit beschäftigt, diesen Stoff zu produzieren und er will ihn natürlich nicht so einfach wieder hergeben! Wenn der Baum nun merkt, daß es kalt wird und der Winter kommt, zieht er das Chlorophyll (und damit auch die grüne Farbe) aus den Blättern in seine Äste und seinen Stamm zurück. Es ist sozusagen seine Nahrung in den kalten Tagen und er braucht es auch, damit er im Frühling wieder Knospen austreiben lassen kann.
Also: Das Grün der Blätter zieht sich in den Stamm zurück und nun werden die bunten Farben der Blätter sichtbar! Das ist das ganze Geheimnis! Übrigens: Man kann damit eine tolle Blätterschlacht machen !!
AUGUST:
Im August durfte ich mit in den Urlaub fliegen. Wir waren zwei Wochen in Tunesien. Das ist in Afrika und es war mir mit meinem Fell dort oft ziemlich heiß.
Einmal waren wir sogar in der Wüste Sahara. Das ist die größte Wüste der Welt und es hatte dort fast 50 °C.
Mit einem Dromedar durften wir im Wüstensand reiten. Das hat ganz schön gewackelt! Ich habe gelernt, daß Dromedare nur einen Höcker (das ist der Berg an ihrem Rücken) haben. Kamele besitzen zwei davon. Diesen Tieren macht die Hitze gar nichts aus und sie können sogar zwei Wochen ohne Wasser leben. Dafür trinken sie dann bis zu 80 Liter auf einmal. Das ist so viel wie eine Badewanne! Ganz schön viel, oder ? Mein Bauch würde da ganz schön gluggern...
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